Gaspreise ein Luxusprodukt ?
Ist Gas in Zukunft nur noch ein Luxusprodukt für Reiche ? Diese Frage stellt sich Pufferspeicher .info ! Fakt ist, die Gaspreise steigen und steigen - betroffen sind Millionen von Haushalten in ganz Deutschland.
Eon sowie auch RWE haben vor kurzem Mitgeteilt dass Gas um weitere 9 % steigt, auch mit dabei ist Energie Baden-Württemberg das nun eine durchnittliche Preissteigerung von 7 % vorgibt. Das Bedeutet umgerechnet für ein Ein-Familienhaus mit einem Durchschnittsverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Energieverbrauch im Jahr ca. 100 Euro Mehrkosten für Gas. In der derzeitigen Situation verdienen die großen Energieversorger an den Energiepreissteigerungen überdurchschnittlich viel, nicht nur beim Strom sondern ganz besonders beim Gas. Gas ist nicht knapp, würde man es derzeit handeln, müssten ca. 30 % - 40 % weniger gezahlt werden als es im Moment auf dem Weltmarkt kostet.
Wenn man bedenkt dass Gas derzeit überhaupt nicht knapp ist, stellt sich die Frage, wann die Politik nun endlich reagiert und dem Ganzen treiben der Energieversorger einen Riegel vorschiebt ! Die Gewinne explodieren förmlich, ein Rekordgewinn in Milliardenhöhe jagt den anderen…
Leider wird sich hier wohl wenig bis gar nichts ändern - was nicht viele wissen, die Gaspreise sind schon seit Jahrzehnten an der Entwicklung des Ölpreises gekoppelt. Der Gaspreis steigt in einer Verzögerung von sechs - neun Monaten auf die Preissteigerungen des Ölpreises. Geht man davon aus was Experten für die nächsten Jahre befürchten, nämliche einen Anstieg auf 200 Dollar je Barel Öl kann man sich ausrechnen wie teuer der Gaspreis noch steigen wird. Gerecht ? NEIN
Warum ist eigentlich der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt ?
Durch langfristige privatrechtlichen Vereinbarungen die durch Gas-Lieferländern wie z.B. Russland und den Energiebetreibern getroffen worden sind, die durch Vereinbarungen teilweise zurück bis in die 70 iger Jahre reichen, hat man damals beschlossen kein Billigprodukt zum Öl anzubieten. Hätte sich der Gaspreis frei entwickelt und wäre er zum Öl deutlich billiger angeboten worden, hätte man ein Problem gehabt.
Deshalb ist damals schon vorgebeugt worden und der Gaspreis an den Ölpreis zu koppeln. Das Problem ist nur, dass es keinen vernünftigen Wettbewerb gibt. Wo kein Wettbewerb, da wird je nach Lust und Laune mit den Preisen jongliert. Unter der Ära des früheren Kanzlers Schröder ist die Eon-Ruhrgas z.B. durch geschickte politische Maßnahmen so zu seiner Macht gekommen. Diese Monopolstellung nützt der Konzern jetzt natürlich gnadenlos aus und beliefert seine Kunden mit überteuerten Gas.
Gerade mal fünf Konzerne teilen sich den deutschen Gas-Markt ! Anders als beim Strommarkt ist es nahezu ausgeschlossen zu einen billigeren Gaspreisanbieter zu wechseln. Den Verbrauchern sind die Hände gebunden und können nur das nehmen was Ihnen die Stadtwerke anbieten - nämlich teures Gas…
Das ist ohnehin nicht die Fahnenstange der Preiserhöhungen, im April werden durch die zeitverzögernte Kopplung der Gaspreise an den Ölpreis weitere 30 % Preissteigerungen des Gaspreises erwartet.
Was viele Verbraucher und Endkunden nicht wissen, ist die Tatsache dass es gutes und schlechtes Gas bzw. Öl gibt ! Bleiben wir beim Gas - gutes Gas wird Luft beigemischt, jawohl sie lesen richtig. Sie bezahlen für, nennen wir es "verdünntes" Gas. Das liegt daran, dass ein gewisser Durchschnitt an Brennwert/Normnutzungsgrad hergestellt wird. Damit wird vermieden dass die Werte zu sehr schwanken.
Da bleibt für die Zukunft nur zu hoffen das der Staat hier jetzt mal einschreitet und gewisse Regelungen trifft, die für die Verbraucher wirtschaftlich Sinn machen.
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